Protokolle der Sprachlosigkeit

HER.STORY

Was hat der 4. April 2006, an dem Mehmet Kubaşik in seinem Kiosk im Dortmunder Norden von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt erschossen wurde, mit unserer gegenwärtigen Gesellschaft zu tun? Diese Performance möchte einen Raum des Gedenkens und der Auseinandersetzung schaffen. Denn viel zu schnell sind die vielen Opfer rechtsradikaler Gewalt aus den Nachrichten und den Erinnerungen der Öffentlichkeit verschwunden. Das theatrale Totengebet handelt von Familie Kubaşik, die vom Tod Mehmets bis 2011, als der NSU aufflog, in Angst lebte. Hier werden auch persönliche Geschichten und Erfahrungen von Frauen, die aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen sind, beleuchtet. Durch die Verbindung von Theater, Bewegung und Interviews entsteht ein vielschichtiges Bild der weiblichen Perspektive auf rechtsradikale Gewalt und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. So soll gemeinsam nach Antworten gesucht und eine Stimme für die Opfer rechtsradikaler Gewalt erhoben werden.

Nach der Vorstellung am 21. April wird es ein Nachgespräch geben.

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