Dortmund Nordstadt – Community Curating (2026)

Forschungsgruppe im Rahmen des Teilprojekts VOICES OF CURATION | Foto: Ayşe Kalmaz

Wer entscheidet eigentlich, welche Geschichten auf Bühnen erzählt werden? Wer wählt die Künstler*innen aus, die eingeladen werden? Und warum fühlen sich manche Menschen in Kulturinstitutionen zuhause – andere jedoch nicht?

Das Projekt Dortmund Nordstadt – Community Curating erprobt künstlerische Methoden, welche freie Theaterarbeit mit bislang unterrepräsentierten Perspektiven verbinden. Es ist ein Baustein für die Öffnung des Theaters im Depot hin zu den Nachbarschaften der Dortmunder Nordstadt.

In Partnerschaft mit Train of Hope Dortmund e.V. und der Stadtteil-Schule Dortmund e.V. gründete sich im Mai 2026 eine Forschungsgruppe, die sich mit den oben genannten Fragen beschäftigt. Darunter sind u. a. junge Frauen aus marokkanischen Familien sowie Menschen, die seit 2015 aus Syrien nach Dortmund geflohen sind. Geleitet und begleitet wird die Gruppe von Ayşe Kalmaz, Autorin, Regisseurin und Prozesskuratorin.

Im Austausch mit Künstler*innen, Kulturinstitutionen und Akteur*innen aus der Region Ruhrgebiet entstehen Fragestellungen und künstlerische Konzepte, die sich aus den Erfahrungen der Teilnehmenden entwickeln. Dabei werden Themen wie kulturelle Teilhabe, Repräsentation, Nachbarschaft, Zugehörigkeit, Migration, Familiengeschichten und die Frage nach einer vielfältigen Stadtgesellschaft verhandelt. Entscheidend ist dabei nicht die ‚Bereitstellung‘ von Teilnehmer*innen, sondern die gemeinsame Entwicklung einer Kurationspraxis, die Communities als künstlerische Mitgestalter*innen ernst nimmt.

2026 werden in Begegnungsformaten, Labs und Workshops zunächst gemeinsame Erfahrungsräume und tragfähige Konzepte entwickelt und in einer öffentlichen Zwischenpräsentation sichtbar gemacht. Es soll die Grundlage für zwei überregional relevante Präsentationen/Aufführungen im Folgejahr geschaffen werden.

Voices of Curation - Prozesse zwischen Community und Kunst sichtbar machen

In der Phase 1 des Programmschwerpunkts entwickelt das Teilprojekt „Voices of Curation - Prozesse zwischen Community und Kunst sichtbar machen" ein medienpädagogisches Format, das den kuratorischen Prozess des Gesamtprojekts begleitet, reflektiert und öffentlich zugänglich macht.

In künstlerisch-medialen Labs entstehen audiovisuelle Beiträge, die sowohl persönliche Perspektiven als auch kollektive Aushandlungsprozesse sichtbar machen. Zusätzlich erwerben die Mitwirkenden dabei grundlegende Kompetenzen in Konzeption, Kameraarbeit, Interviewführung, Schnitt und audiovisueller Narration.

Erste Ergebnisse des Forschungsprozesses werden am 11. Juli 2026 öffentlich präsentiert und mit Besucher*innen diskutiert.

Workshop im Rahmen des Teilprojekts VOICES OF CURATION | Foto: Ayşe Kalmaz

Kooperationspartner*innen und Förderer

Das Projekt „Dortmund Nordstadt Community-Kuration. Phase 1“ ist eine Kooperation des Theaters im Depot Dortmund mit Train of Hope Dortmund e.V. und der Stadtteil-Schule Dortmund e.V. und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Diversitätsfonds NRW und durch das Kulturbüro der Stadt Dortmund.

Das Teilprojekt „Voices of Curation - Prozesse zwischen Community und Kunst sichtbar machen“ wird gefördert durch die LAG Kunst & Medien NRW e.V.

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