Internationales
Frauen Film Fest

Das Internationale Frauen Film Fest Dortmund+Köln ist Deutschlands größtes Forum für Frauen in der Filmbranche und präsentiert herausragende Filme von Frauen aller Genres und Stilrichtungen. Seit mehr als 40 Jahren trägt das Festival aktiv dazu bei, dass Filme von Regisseur*innen mehr gesehen, geschätzt und kanonisiert werden. Das Festival stärkt den Einfluss von Frauen in allen Gewerken der Kinoindustrie: allen voran die Regisseur*innen, aber auch Bildgestalter*innen, Produzent*innen, Drehbuchautor*innen, Komponist*innen, Schauspieler*innen und viele mehr.

Kurzfilmprogramm:
Decolonize the Archive

Im Rahmen unserer Auseindersetzung mit der kolonialen Vergangenheit unser nächsten Umgebung - dem Fredenbaumpark haben wir im Jahr 2025 zusammen mit dem Internationalen Frauen Film Fest kooperiert und ein Kurzfilmprogramm bei unseren Nachbarn, dem Sweet Sixteen Kino ermöglicht.

Unter der Kuration von Betti Schiel ist ein Filmprogramm unter dem Motto Resilienz im Bild entstanden, in welchem Filmemacher* innen auf unterschiedlichste Arten und Weisen künstlerische Möglichkeiten ausloten, mit rassistischen Archivbildern aus der Kolonialzeit umzugehen.

Es waren Filme von Rebecca Pokua Korang, Belinda Kazeem-Kamiński, Terri Francis und Eva Knopf im Programm.

(c) Julia Reschucha
(c) Julia Reschucha
(c) Julia Reschucha
(c) Julia Reschucha

Stadtführung -
Entdecke Dortmunds Kolonialgeschichte

Das Projekt Decolonize Dortmund, bestehend aus Schwarzen Menschen und People of Color, widmet sich der Aufarbeitung von Dortmunds kolonialer Vergangenheit. Historische Verbindungen und koloniale Kontinuitäten der Stadt, die im Verborgenen liegen, werden durch sorgfältige Recherchen sichtbar gemacht. Das Projekt hat einen Stadtrundgang und einen Audiowalk entwickelt, der online in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Kiswahili verfügbar ist.

Im Rahmen des IFFF Dortmund+Köln lädt Fidel Amoussou-Moderan zu einer Tour in den Fredenbaumpark ein. Dort wird er die Geschichte dieses Ortes erläutern, an dem Ende des 19. Jahrhunderts afrikanische Menschen ausgestellt wurden. Diese Völkerschauen wurden vom Hamburger Zoodirektor und Tierhändler Carl Hagenbeck organisiert, der afrikanische Menschen und andere sogenannte »exotische Völker« in einer inszenierten Umgebung zur Schau stellte. Die Menschen wurden dabei wie Tiere behandelt und von den Zuschauer*innen oft herabwürdigend betrachtet. Diese Schauen waren darauf angelegt, die vermeintliche Überlegenheit der europäischen Kultur zu demonstrieren, und verstärkten rassistische Stereotype. Der Rundgang im Fredenbaumpark beleuchtet nicht nur die Geschichte dieser Schauen, sondern regt auch dazu an, die langfristigen Auswirkungen solcher kolonialen Praktiken zu hinterfragen.

Fidel Amoussou-Moderan, Historiker, Kurator und Doktorand mit Schwerpunkt auf kolonialer Gewalt, Richard Opoku-Agyemang (RAZZMATAZZ), Musiker und Künstler, sowie Mona Laiser, Sozialwissenschaftlerin und Expertin für Blackness und Afrofuturismus, sind Mitbegründer*innen und aktive Mitglieder von Decolonize Dortmund. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen essenziellen Beitrag, um ein neues Bewusstsein für die Stadtgeschichte zu schaffen. Dabei wird nicht nur die Vergangenheit thematisiert, sondern auch ein Blick auf die Gegenwart und die Zukunft geworfen, um die Strukturen von Rassismus und Diskriminierung nachhaltig zu verändern. Der Rundgang bietet eine wertvolle Gelegenheit, Dortmund aus einer neuen Perspektive kennenzulernen und sich mit der kolonialen Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen.

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