Durch eine FREIRAUM Residenz können Künstler*innen und freie Gruppen ergebnisoffen arbeiten. Im Gegensatz zu zweckgebundenen Förderprogrammen muss am Ende der Residenz kein fertiges Produkt, z. B. in Form einer Aufführung, entstanden sein. Stattdessen bietet der FREIRAUM die Möglichkeit zu recherchieren, zu forschen und theatralen Versuchen und Fragestellungen ohne Premierendruck nachzugehen.
Über die Vergabe der FREIRÄUME entscheiden die Theaterleitungen der Netzwerk-Theater in einem demokratischen Auswahlprozess.
Das Vorschlags- und Auswahlverfahren des Moduls Freiraum gestaltet sich analog zu dem der Koproduktion. Allerdings handelt es sich bei den Freiraum-Projekten in der Regel nicht um Koproduktionen, sondern Vorhaben, die in anderweitig gegebenen Fördermodulen (auch außerhalb des NFT) nicht berücksichtig bzw. darin schwer gefasst werden können. Es kann sich dabei z. B. um Arbeits- oder Forschungsphasen, um thematische Stipendien oder ungewöhnliche Formate handeln. Das Modul versucht künstlerische Arbeit und Reflektionsprozesse jenseits konventioneller Förderlogiken zu ermöglichen und Zugangsbarrieren sowie strukturelle Problemlagen zu adressieren.